Das Thema, das alle betrifft – aber kaum einer wirklich beherrscht. Konzepte, Schulungen und Ausstattungsberatung zur Dekontamination Verletzter: praxisnah, zielgruppenorientiert und mit kostenloser Handreichung zum Einstieg.
Alle Zielgruppen
Feuerwehr, Rettungsdienst & Hilfsorganisationen
Kostenlos
Handreichung als Download
Auf Anfrage
Schulungen & Konzeptentwicklung
Aus der Praxis
Erfahrung aus echten Einsatzlagen
Was ist Dekontamination Verletzter (Dekon V)?
Dekon V bezeichnet die Dekontamination von Personen, die bei einem Gefahrguteinsatz, einer CBRN-Lage oder einem Angriff mit chemischen Kampfstoffen kontaminiert und gleichzeitig verletzt wurden. Ziel ist es, diese Patienten so zu versorgen, dass weder Einsatzkräfte noch Klinikpersonal einer Kontaminationsgefahr ausgesetzt werden – und der Patient gleichzeitig die medizinische Versorgung erhält, die er braucht.
Medizin & Dekontamination gleichzeitig
Verletzte kontaminierte Patienten brauchen beides auf einmal: Erst- und Notfallversorgung ihrer Verletzungen und gleichzeitig die Beseitigung der Kontamination. Eine Kombination, die weder in der klassischen Feuerwehr- noch in der klassischen Rettungsdienstausbildung vollständig abgebildet ist.
Groß- & Kleineinsatz gleichermaßen
Dekon V wird nicht nur bei Großschadensereignissen relevant. Auch ein einzelner Unfall in einem Chemiebetrieb oder ein Gefahrstoffunfall im Transportbereich kann Dekon-V-Maßnahmen erfordern – oft sogar mit deutlich weniger vorhandenen Strukturen als bei einem MANV.
Das Problem: Wenn zwei Welten nicht zusammenkommen
In der Theorie klingt die Aufgabenverteilung eindeutig. In der Einsatzrealität führt sie regelmäßig zu gefährlichen Lücken.
Die Feuerwehr
Rettet kontaminierte Personen aus dem Gefahrenbereich – behandelt sie aber medizinisch nicht weiter. Begründung: Das sei Aufgabe des Rettungsdienstes.
Der Rettungsdienst
Hat in der Ausbildung gelernt: Kontaminierte Patienten nicht anfassen. Das sei Aufgabe der Feuerwehr.
Das Ergebnis: Der Patient liegt an der Schnittstelle beider Organisationen – und niemand handelt. Genau dort entsteht die eigentliche Gefahr.
In Zusammenarbeit mit Rettungsdiensten, Katastrophenschutzeinheiten und dem Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz sowie durch Lehrgänge und Fortbildungen – unter anderem an der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung – haben wir erarbeitet, wie diese Lücke in der Praxis geschlossen werden kann.
Typische Einsatzszenarien für Dekon V
Dekon V ist kein Randthema für Sonderlagen. Die folgenden Szenarien zeigen, wie breit das Einsatzspektrum tatsächlich ist.
Mögliche Einsatzlagen
- Gefahrstoffunfall im Straßen- oder Schienenverkehr
- Unfall in Chemiebetrieb oder Industrieanlage
- CBRN-Lage / Anschlag mit chemischen Kampfstoffen
- Großschadensereignis mit kontaminierten Verletzten
- Rettung aus dem Gefahrenbereich bei laufendem Feuerwehreinsatz
Unser Angebot: Konzepte, Schulungen & Ausstattung
Wir bringen das Thema Dekon V in die Fläche – zielgruppenorientiert, praxisnah und abgestimmt auf die Strukturen der jeweiligen Organisation.
Konzeptentwicklung
Wir entwickeln gemeinsam mit Ihrer Organisation ein funktionsfähiges Dekon-V-Konzept – abgestimmt auf lokale Strukturen, verfügbare Ressourcen und die Schnittstellen zu anderen Einsatzorganisationen.
Schulungen
Praxisnah, zielgruppenorientiert und maßgeschneidert. Ob Feuerwehr, Rettungsdienst oder Hilfsorganisation – wer verstehen will, wie Dekon V wirklich funktioniert, dem helfen wir. Schulungen erfolgen ausschließlich auf Anfrage und nach vorheriger Absprache.
Ausstattungsberatung
Welches Material braucht es wirklich – und welches nicht? Wir beraten bei der Auswahl geeigneter Ausstattung für Dekon-V-Maßnahmen: skalierbar vom Einzelunfall bis zum Großschadensereignis.
Für wen ist das Angebot?
Wer das Thema Dekon V verstehen und umsetzen will, bekommt Unterstützung – unabhängig von Organisationsform oder Vorkenntnissen.
Feuerwehr
Berufsfeuerwehren, Freiwillige Feuerwehren und CBRN-Einheiten, die die Schnittstelle zum Rettungsdienst besser verstehen und bearbeiten wollen.
Rettungsdienst
Rettungswachen, Notarztstandorte und Führungskräfte im Rettungsdienst, die im Ernstfall handlungsfähig bleiben wollen – auch bei kontaminierten Patienten.
Hilfsorganisationen & Behörden
DRK, MHD, ASB, JUH, THW sowie Landkreise und kommunale Katastrophenschutzbehörden, die Dekon V strukturell in ihre Planungen einbinden möchten.
Kostenlose Handreichung – Erster Einstieg ins Thema
Als Einstieg stellen wir eine kostenlose Handreichung zum Download bereit. Sie gibt strukturierte erste Handlungsempfehlungen: Was ist Dekon V? Wer macht was? Wie funktioniert eine erste Versorgung in der Praxis? Keine Vorkenntnisse nötig, keine Verpflichtung.
Schulung – Individuell und auf Anfrage
Da jede Organisation andere Strukturen, Ressourcen und Herausforderungen mitbringt, bieten wir Schulungen ausschließlich auf Anfrage und nach vorheriger Absprache an. Ein standardisiertes Kurskonzept befindet sich in Planung.
Nehmen Sie Kontakt auf – wir besprechen gemeinsam, was für Ihre Organisation sinnvoll und umsetzbar ist.
